Erster Abend in der neuen Wohnung. Du drückst den Lichtschalter — nichts passiert. Kein Strom, kein WLAN, und das Handy zeigt zwei Prozent Akku. Klingt übertrieben? Passiert aber immer wieder, wenn die Anmeldung vergessen wurde.
Die gute Nachricht: Mit ein paar Fristen im Kopf passiert dir das nicht. Dieser Zeitplan zeigt dir, wann du Strom, Gas und Internet kündigen, anmelden und ummelden musst — damit am Einzugstag Licht brennt und das WLAN steht.
Die wichtigste Frist kommt zuerst: Kümmere dich spätestens sechs Wochen vor dem Umzug um Strom und Gas am neuen Wohnort. Warum so früh? Weil manche Versorger bis zu vier Wochen Vorlaufzeit für den Lieferbeginn brauchen.
Was passiert, wenn du nichts tust? Dann springt am neuen Wohnort automatisch der Grundversorger ein — das ist der örtliche Standardanbieter. Das klingt bequem, ist aber fast immer der teuerste Tarif. Laut Bundesnetzagentur liegt der Grundversorgungstarif im Schnitt rund 10 bis 15 Prozent über den günstigsten Alternativtarifen. Kein Drama für ein paar Tage — aber auf Monate gerechnet kostet es spürbar mehr.
Was du brauchst:
Internet braucht die längste Vorlaufzeit — und genau deshalb vergessen es so viele. Ein neuer DSL- oder Glasfaseranschluss dauert beim Großteil der Anbieter zwei bis vier Wochen, manchmal länger. Wenn ein Techniker kommen muss, kann es noch dauern.
Prüfe zuerst, welche Anbieter an deiner neuen Adresse verfügbar sind. Glasfaser? Kabel? Nur DSL? Das bestimmt, welche Geschwindigkeit möglich ist.
Wenn dein bisheriger Anbieter am neuen Wohnort dieselbe Leistung liefern kann, läuft dein Vertrag in der Regel weiter. Du meldest den Umzug, der Anbieter schaltet am neuen Standort frei. Kann er die Leistung nicht erbringen, hast du ein Sonderkündigungsrecht nach § 60 TKG — und kannst dir einen neuen Anbieter suchen.
Tipp: Ruf nicht erst am Umzugstag an. Die häufigste Beschwerde bei Internet-Anbietern nach einem Umzug ist: „Warum dauert das so lange?“ — weil die Bestellung zu spät kam.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, deinen bisherigen Strom- und Gasanbieter zu informieren. Die meisten Versorger akzeptieren bei einem Umzug eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen, auch wenn der Vertrag eigentlich noch läuft.
Was in die Kündigung gehört:
Manche Anbieter bieten auch einen Umzugsservice an: Du nimmst deinen Vertrag einfach mit an die neue Adresse. Das kann sich lohnen, wenn dein Tarif gut ist — prüfe aber vorher, ob die Konditionen am neuen Wohnort gleich bleiben.
Am Umzugstag selbst gibt es für Strom und Gas nur eine Aufgabe — aber die ist wichtig: Zählerstände ablesen. Sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung.
So machst du es richtig:
Warum das so wichtig ist: Der abgelesene Zählerstand ist die Grundlage für deine Schlussrechnung. Ohne ihn wird geschätzt — und Schätzungen gehen erfahrungsgemäß selten zu deinen Gunsten.
Beim Internet: Wenn der neue Anschluss rechtzeitig geschaltet wurde, schließt du den Router an — fertig. Falls nicht, überbrücke mit dem Handy-Hotspot.
Bist du versehentlich beim Grundversorger gelandet? Kein Problem — die Grundversorgung hat eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen. Wechsle so schnell wie möglich in einen günstigeren Tarif.
In den Wochen nach dem Umzug kommen die Schlussrechnungen deiner alten Anbieter. Prüfe:
Heb die Fotos der Zählerstände auf, bis die Abrechnung erledigt und korrekt ist. Sie sind im Streitfall dein wichtigster Nachweis.
Damit du nicht hin- und herblättern musst — alle Fristen zusammengefasst:
Die Frist, die am häufigsten verpasst wird: vier Wochen fürs Internet. Strom und Gas funktionieren notfalls über den Grundversorger — aber Internet hat keinen Notfall-Anbieter.
Verträge ummelden ist Schreibtisch-Arbeit. Die schwere Arbeit kommt am Umzugstag — und die muss kein Stressfaktor sein.
Bei Zufrieden Umziehen bekommst du deinen Festpreis erst nach einer Video-Besichtigung — schriftlich, mit allem, was umzieht. Bezahlt wird nach erledigtem Umzug, nicht vorher. Und du hast einen Ansprechpartner für alles — nicht den Subunternehmer.
Während du dich um Strom und Router kümmerst, tragen wir die Möbel.
Spätestens sechs Wochen vor dem Umzug solltest du einen neuen Strom- und Gasvertrag am neuen Wohnort abschließen. Manche Versorger brauchen bis zu vier Wochen Vorlaufzeit. Wenn du nichts tust, springt am neuen Wohnort automatisch der Grundversorger ein — der ist aber in der Regel teurer.
Mindestens vier Wochen vorher. Ein neuer DSL- oder Glasfaseranschluss braucht meist zwei bis vier Wochen Vorlaufzeit. Wenn dein bisheriger Anbieter am neuen Wohnort verfügbar ist, meldest du den Umzug — er schaltet dann am neuen Standort frei. Kann er die Leistung nicht erbringen, hast du ein Sonderkündigungsrecht nach § 60 TKG.
Am neuen Wohnort fließt trotzdem Strom — der Grundversorger springt automatisch ein. Das kostet aber in der Regel deutlich mehr als ein selbst gewählter Tarif. Du kannst den Grundversorger jederzeit mit zwei Wochen Frist wechseln.
Ja, unbedingt — sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung. Fotografiere die Zähler am Umzugstag mit Datum. Der abgelesene Stand ist die Grundlage für deine Schlussrechnung und verhindert, dass dir der Verbrauch des Nachmieters berechnet wird.
Video-Besichtigung: 15 Minuten mit dem Handy durch die Wohnung — direkt danach dein echter Festpreis, schriftlich. Und du zahlst 0 €, bis dein Umzug erledigt ist.