Noch drei Wochen bis zum Umzug. Du stehst abends im Wohnzimmer, schaust auf volle Regale, volle Schränke, die Küche — und denkst: „Wo fange ich hier eigentlich an?“ Die kurze Antwort: Fang zwei bis drei Wochen vor dem Umzug an, und zwar mit den Sachen, die du am seltensten brauchst. Als Faustregel brauchst du etwa einen Umzugskarton pro Quadratmeter Wohnfläche — bei 70 Quadratmetern also grob 60 bis 80 Kartons.
In diesem Ratgeber bekommst du den kompletten Packplan: die richtige Reihenfolge, die wichtigsten Faustregeln der Profis — und die Technik, mit der Gläser und Geschirr wirklich heil ankommen.
Für eine normale Wohnung gilt: zwei bis drei Wochen vor dem Umzugstag. Bei Familien, vielen Zimmern oder vollem Keller und Dachboden lieber vier Wochen.
So rechnest du deinen eigenen Startpunkt aus:
Der häufigste Fehler ist nicht falsches Packen — es ist zu spätes Anfangen. Aus den letzten zwei Tagen vor dem Umzug wird sonst eine Nachtschicht, in der alles nur noch irgendwie in Tüten wandert.
Die Regel ist einfach: Zuerst kommt weg, was du am seltensten anfasst. Von dort arbeitest du dich Richtung Alltag vor:
Die Erste-Nacht-Kiste ist der wichtigste Karton des ganzen Umzugs: Bettwäsche, Handtücher, Ladekabel, Wasserkocher oder Kaffeemaschine, Toilettenpapier, Werkzeug für den Möbelaufbau, Medikamente. Sie fährt als Letztes in den LKW oder gleich im eigenen Auto mit.
Und eine Sache gehört in gar keinen Umzugskarton: Dokumente, Schlüssel, Wertsachen und wichtige Medikamente bleiben bei dir — in einer Tasche, die du selbst trägst.
Die Faustregel der Profis: maximal 20 Kilo pro Karton — und Bücherkartons eher bei 15 Kilo halten. Ein Karton, den du selbst nur mit Mühe hebst, ist zu schwer: Er reißt schneller, und wer ihn durchs Treppenhaus trägt, macht das an einem Umzugstag hundertfach.
So packst du Kartons, die Träger lieben:
Geschirr und Gläser sind die häufigsten Umzugsopfer — dabei braucht es nur die richtige Technik:
Ein Test zum Schluss: Schüttel den geschlossenen Karton vorsichtig. Wenn etwas klirrt oder rutscht — noch einmal öffnen und nachstopfen.
Fünf Muster sehen wir bei Umzügen immer wieder — alle fünf sind vermeidbar:
Ein Punkt, den vor dem Umzug kaum jemand kennt: Für Schäden in Kartons, die du selbst gepackt hast, haftet die Umzugsfirma in der Regel nicht. Das Gesetz nennt das Verpacken durch den Absender ausdrücklich als Grund, der die Haftung ausschließen kann (§ 451d HGB) — die Firma konnte ja nicht prüfen, wie sorgfältig gepackt wurde.
Was folgt daraus für dich?
Deine Kartonzahl ist mehr als eine Packliste — sie ist die wichtigste Planungsgröße des ganzen Umzugs. Wie viele Träger, welcher LKW, wie viele Stunden: Alles hängt daran, wie viel wirklich in deiner Wohnung steht.
Genau hier geht bei geschätzten Preisen immer wieder etwas schief: Der Preis wurde am Telefon geraten, am Umzugstag kommen ein zu kleiner LKW und zu wenige Träger — und aus einem Umzugstag werden zwei.
Bei Zufrieden Umziehen läuft es deshalb andersherum: Erst die Video-Besichtigung, dann der Preis. In rund 15 Minuten zeigst du uns per Handy jede Ecke deiner Wohnung — auch den Keller, auch die Vitrine mit dem guten Geschirr. Danach bekommst du einen schriftlichen Festpreis mit Stückliste: LKW, Team und Zeit sind von Anfang an richtig geplant. Bezahlt wird nach erledigtem Umzug — 0 Euro bis dahin, und die Neuwert-Versicherung ist immer im Festpreis drin, ohne Aufpreis (Details stehen transparent in deinem Angebot).
Wenn dein Umzug also gerade näher rückt: Fang diese Woche mit dem Keller an — und hol dir parallel deinen Festpreis. Dann packst du in dem guten Gefühl, dass der Rest schon geplant ist.
Hinweis: Die rechtlichen Angaben in diesem Artikel (z. B. § 451d HGB) sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Für deinen konkreten Fall helfen dir die Verbraucherzentrale oder eine Anwältin bzw. ein Anwalt.
Zwei bis drei Wochen vor dem Umzugstag — bei Familien, vielen Zimmern oder vollem Keller besser vier Wochen. Rechne rückwärts: Als Faustregel brauchst du etwa einen Karton pro Quadratmeter Wohnfläche, und an einem Feierabend schaffst du realistisch 5 bis 10 Kartons. Beginne mit den Sachen, die du am seltensten brauchst — Keller, Saisonales, Bücher, Deko — und arbeite dich Richtung Alltag vor. Der Karton für die erste Nacht wird als Letztes gepackt.
Als Faustregel maximal 20 Kilo — Bücherkartons besser nur bis etwa 15 Kilo füllen. Schwerere Kartons reißen schneller am Boden, lassen sich schlecht stapeln und machen das Tragen durchs Treppenhaus zur Verletzungsgefahr. Der einfache Selbsttest: Wenn du den Karton nicht selbst bequem heben kannst, ist er zu schwer. Packe deshalb schwere Dinge in kleine Kartons und leichte, sperrige Dinge in große.
Teller einzeln in Packpapier wickeln und hochkant in den Karton stellen — wie Schallplatten, nie flach stapeln. Gläser einzeln einwickeln, aufrecht stellen und den Hohlraum mit Papier ausstopfen. Den Kartonboden dick mit geknülltem Papier polstern, zwischen jede Lage eine Zwischenschicht legen. Am sichersten sind Gefachkartons mit Fächern für jedes Glas. Karton mit „Vorsicht Glas“ beschriften und zum Schluss vorsichtig schütteln: Wenn nichts rutscht oder klirrt, ist er richtig gepackt.
In der Regel nicht für den Inhalt: Das Verpacken durch den Absender ist im Gesetz ausdrücklich als Grund genannt, der die Haftung der Umzugsfirma ausschließen kann (§ 451d HGB) — die Firma konnte schließlich nicht prüfen, wie gepackt wurde. Für Möbel und Kartons, die die Firma selbst packt und trägt, haftet sie dagegen nach den gesetzlichen Regeln. Wertvolles oder sehr Zerbrechliches lässt du deshalb am besten vom Umzugsteam packen — und fragst vor der Buchung schriftlich, ob die Versicherung Neuwert oder nur Zeitwert ersetzt.
Video-Besichtigung: 15 Minuten mit dem Handy durch die Wohnung — direkt danach dein echter Festpreis, schriftlich. Und du zahlst 0 €, bis dein Umzug erledigt ist.